Wie ich auf Slashdot gefunden und dann im Guardian nachgelesen habe, macht es die rasante Entwicklung in den neurologischen Wissenschaft bereits möglich, Absichten von Menschen vorauszusehen, bevor diese selbst darauf gekommen sind, geschweige denn in die Tat umgesetzt haben.
Auch Telepolis berichtet darüber.
Auf ethische Bedenken angesprochen meint einer der leitenden Professoren:
Würden wir diese technologischen Möglichkeiten von vornherein verbieten, nehmen wir damit Menschen, welche gar kein Verbrechen verüben werden, die Möglichkeit ihre Unschuld zu beweisen.
Schön gedacht und gesagt. Den deutschen Minister Wolfgang Schäuble wirds freuen, dass passt ja wunderbar zu seinen heutigen auf Symlink.ch gelesenen Statements:
… weil Terroristen wissen, dass das Gesetz das Eindringen in den “Kernbereichs privater Lebensführung” nicht erlaubt, würden sie das schamlos ausnutzen und deswegen müsste die Verfassung entsprechend abgeändert werden: »Verbrecher und Terroristen sind klug genug, so etwas auszunutzen. Die tarnen ihre Informationen dann zum Beispiel als Tagebucheintrag. So leicht dürfen wir es denen nicht machen.«
Zur Erinnerung, die deutsche Regierung kämpft zurzeit verbissen dafür, dass private PCs ohne Durchsuchungsbefehl und ohne Wissen des Anwenders direkt übers Internet von Regierungsstellen mittels eines Bundestrojaners ausspioniert werden. Die flächendeckende Überwachung von Telefon, Email- und SMS-Verkehr hat wohl noch nicht so richtig den Durchbruch in der Terrorbekämpfung gebracht.
Was wenn der böse Terrorist nun so bös ist und seine Daten verschlüsselt auf seinem PC ablegt?
Der anoynme Autor des Symlink-Artikels mag recht haben mit der Aussage:
… Harte Kryptographie ist für ihn vermutlich sowas ähnliches wie harte Drogen, oder wie?
Ein Glück lese ich grad “Hard-Boiled Wonderland and the End of the World” von Murakami, weil der gute alte Orwell käme ja schon bereits bei den heutigen Zuständen nicht mehr mit.
Tags: Anti-Terror, Datenschutz, Privatsphäre