Neues aus der Schweiz: Filesharer verurteilt
Es hat lange gedauert, aber nun scheinen wir hier ebenfalls im Rest der Welt angekommen zu sein.
Indymedia berichtet über die Verurteilung einer Person im Tessin zum Thema Filesharing.
Es hat lange gedauert, aber nun scheinen wir hier ebenfalls im Rest der Welt angekommen zu sein.
Indymedia berichtet über die Verurteilung einer Person im Tessin zum Thema Filesharing.
Was ich heute bei Golem gelesen habe könnte man mit dem typischen Satz “Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht …” umschrieben werden.
Die gute Nachricht: Die Major Labels denken um. Sie sehen ein, dass absichtlich verkrüppelte Hardware, komplizierte technische Schutzmassnahmen, welche jeweils wenige Woche halten, und vor allem weltweit Massen von Schülern und Omas, bis gar Verstorbene mit Klagen einzudecken, Schadenersatzfoderungen welche diese nie und nimmer zu Lebzeiten begleichen können, all diese Massnahme retten eine überflüssig gewordene Branche nicht.
Ein normaler Mensch hat darin wohl nie ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell entdecken können, aber die Manager der grossen Konzerne ticken anders. Sie verdienen ja auch ein bisschen mehr und sehen, von ihrer gehobenen Stellung aus, vielleicht Sachen die wir hier unten nicht sehen können.
Die schlechte Nachricht, wird erst am Schluss des obengenannten Artikels angesprochen.
Die die vom Label nun entwickelten Modelle, werden wohl kaum in technischer Einfachheit und Eleganz glänzen, auch erwarte ich keine Verbesserung der Situation für die Künstler. Am wenigsten für die kleineren und unabhängigen, oder deren Labels.
Ein Major Label versucht hier mit einer, zugegeben, innovativen und diesmal etwas realitätsbezogener Variante, ihre Pfründe zu sichern. Dabei rechnet derWirt aber wieder mal ohne den Gast. Ein Major Label hat in der zukünftigen Kulturwelt keinen Platz mehr, ob mit DRM oder mit Flatrate. Wenn wir endlich wieder kulturelle Vielfalt haben, erübrigt sich das Wörtchen Major vor dem Label.
Es mag zwar schon langsam verwirrend werden mit all den Studien, Defintionen und Lizenzmodellen, aber andereseits …
… oder vielleicht auch nicht.
Jedenfalls dem geneigten aber nicht allzu interessieten Leser, hier die Kernpunkte um was es dabi geht:
Wer mehr wissen will kann auf www.kunstfreiheit.ch
nachlesen
Eine vierteilige Veranstaltungsreihe in der u.a. Wikipedia, Blogs, Podcasts, der Apache Webserver und Creative Commons vorgestellt und diskutiert sowie Hintergründe dazu aufgezeigt werden. Insbesondere werden auch das Spannungsfeld zwischen der “kollektiven Intelligenz” die Wissen schafft und kommerziell agierender Firmen, welche den Zugriff und die Verwendung von Informationen einschränken wollen (DRM,
Patente), thematisiert.
Ab dem 20. Oktober jeweils jeden zweiten Donnerstagabend im Clubraum der Roten Fabrik in Zürich ab 20:00 Uhr.
Do 20.10.2005 – Geschichte, Konflikte und Lizenzen: Blick auf die digitale Allmend
Do 3.11.2005 – Wissen in der digitalen Allmend: Software, Wikipedia und Blogs
Do 17.11.2005 – Kultur in der digitalen Allmend: Podcasting, Creative Commons und Musik
Do 1.12.2005 – Diskussion – Was tun? Wie weiter? Wege zur Digitalen Allmend
Mehr dazu auf www.allmend.ch.