Kennst du ACTA?

STOP ACTASeit einigen Jahren wird ein Abkommen mit dem Namen ACTA verhandelt. Es wird durch die beteiligten Parteien im Geheimen vorangetrieben. Die Auswirkungen werden uns alle betreffen.

Die wenigen geleakten Informationen zu ACTA lesen sich wie ein Horrorkatalog für einen Bürgerrechtler. So sollen unter anderem Netzsperren bei Urheberrechtsverstössen, Providerhaftung und Inhaltsfilter im Gespräch sein.

Via Netzpolitik bin ich heute auf folgendes Video von La Quadrature du Net gestossen:

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Kulturflatrate – Ein neues Rennen beginnt

Was ich heute bei Golem gelesen habe könnte man mit dem typischen Satz „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht …“ umschrieben werden.

Warner Music steuert auf „Kulturflatrate“ zu

Die gute Nachricht: Die Major Labels denken um. Sie sehen ein, dass absichtlich verkrüppelte Hardware, komplizierte technische Schutzmassnahmen, welche jeweils wenige Woche halten, und vor allem weltweit Massen von Schülern und Omas, bis gar Verstorbene mit Klagen einzudecken, Schadenersatzfoderungen welche diese nie und nimmer zu Lebzeiten begleichen können, all diese Massnahme retten eine überflüssig gewordene Branche nicht.

Ein normaler Mensch hat darin wohl nie ein zukunftsweisendes Geschäftsmodell entdecken können, aber die Manager der grossen Konzerne ticken anders. Sie verdienen ja auch ein bisschen mehr und sehen, von ihrer gehobenen Stellung aus, vielleicht Sachen die wir hier unten nicht sehen können.

Die schlechte Nachricht, wird erst am Schluss des obengenannten Artikels angesprochen.

Die die vom Label nun entwickelten Modelle, werden wohl kaum in technischer Einfachheit und Eleganz glänzen, auch erwarte ich keine Verbesserung der Situation für die Künstler. Am wenigsten für die kleineren und unabhängigen, oder deren Labels.

Ein Major Label versucht hier mit einer, zugegeben, innovativen und diesmal etwas realitätsbezogener Variante, ihre Pfründe zu sichern. Dabei rechnet derWirt aber wieder mal ohne den Gast. Ein Major Label hat in der zukünftigen Kulturwelt keinen Platz mehr, ob mit DRM oder mit Flatrate. Wenn wir endlich wieder kulturelle Vielfalt haben, erübrigt sich das Wörtchen Major vor dem Label.

Freie Software, Freie Märkte

Liebe Ökonomen, Realisten, Neo-Liberalisten, Kommerzialisten und Industriealisten

Heise.de schreibt:

Der US-amerikanische Linux-Distributor Red Hat hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres den Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 39 Prozent und den Umsatz um 28 Prozent gesteigert …

Im dritten Quartal hat Red Hat 135,4 Millionen US-Dollar umgesetzt und einen Nettogewinn von 20,3 Millionen US-Dollar erwirtschaftet. Der Gewinn je Aktie von 10 Cent liegt im Rahmen der Analystenerwartungen, beim Umsatz konnte Red Hat die Prognosen der Wall Street übertreffen.

Und jetzt bitte, erklären sie mir bitte, warum das kein Business-Modell sein soll, bzw. Wofür brauchen sie jetzt ihre Patente und Urheberrechts-Verwertungs-Gesellschaften genau? Vor allem dort wo sie nicht mal der Urheber sind. Wenn sie so liberal sind wie sie sagen, dann müssten sie mir das doch erklären können. Oder? Diese Einladung gilt im besonderem der „Musikindustrie“. Zumindest so lange sie überhaupt noch da ist.

Definition of Free Cultural Works

New „Definition of Free Cultural Works“ Challenges Authors to Rethink Copyright Law – KUNSTFREIHEIT.CH

Es mag zwar schon langsam verwirrend werden mit all den Studien, Defintionen und Lizenzmodellen, aber andereseits …

  1. kann es zurzeit gar nicht genug (in die Wüste?) gerufen werden
  2. befinden wir uns Mitten in einer weltweiten kulturellen Revolution und Diskussion mit weitreichenden zum Teil gar nicht absehbaren folgen.

… oder vielleicht auch nicht.

Jedenfalls dem geneigten aber nicht allzu interessieten Leser, hier die Kernpunkte um was es dabi geht:

  • The freedom to use and perform the work
  • The freedom to study the work and apply the information
  • The freedom to redistribute copies
  • The freedom to distribute derivative works.

Wer mehr wissen will kann auf www.kunstfreiheit.ch
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